Wärmepumpen-Frust
Andrea (45) hat im Altbau eine Wärmepumpe nachgerüstet und ist von den hohen Stromkosten geschockt.
- Gebäude
- Altbau, unsaniert
- Anlage
- Wärmepumpe (Luft-Wasser)
- PV-Anlage
- Keine
Stromfresser WP
Andrea wollte mit einer Wärmepumpe im Altbau die Umwelt schonen. Stattdessen kam die böse Überraschung: Eine explodierende Stromrechnung. Was tun ohne PV-Anlage?
Die Ausgangslage
Andrea wohnt mit ihrer Familie in einem unsanierten Altbau von 1960. Um unabhängiger von Öl und Gas zu werden, hat sie sich für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden. Die Installation verlief reibungslos, doch nach der ersten Stromrechnung folgte der Schock: Der Verbrauch hatte sich mehr als verdoppelt! Andrea war frustriert. Sie hatte gehofft, mit der Wärmepumpe einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und langfristig Kosten zu sparen. Stattdessen drohte die Stromrechnung, das Budget zu sprengen. Eine PV-Anlage zur Eigenstromerzeugung war aus optischen Gründen und wegen der komplizierten Dachstruktur keine Option.
Hätte der Installateur nicht auf den hohen Verbrauch hinweisen müssen?
Ein guter Installateur berät umfassend – auch zu den potenziellen Stromkosten. Allerdings ist der tatsächliche Verbrauch stark vom individuellen Heizverhalten und der Dämmung des Hauses abhängig. Eine genaue Prognose ist daher schwierig. Wichtig ist, dass Sie sich vorab selbst informieren und Angebote vergleichen.
Die Kostenexplosion
Vor der Installation der Wärmepumpe lag Andreas jährlicher Stromverbrauch bei etwa 4.000 kWh. Mit der Wärmepumpe stieg er auf über 8.000 kWh. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 30 Cent pro kWh bedeutete das Mehrkosten von rund 1.200 Euro pro Jahr. Hinzu kam, dass Andrea noch in der teuren Grundversorgung war. Sie fühlte sich hilflos und fragte sich, ob die Wärmepumpe im Altbau überhaupt eine gute Idee gewesen war. Ohne eigene PV-Anlage schien es kaum Möglichkeiten zu geben, die Stromkosten zu senken.
Dein Fall ist anders gelagert?
Nicht jede Situation passt in ein Schema. Unser Energie-Assistent kennt dieses Szenario und kann auf Abweichungen eingehen.
Lohnt sich eine Wärmepumpe überhaupt ohne PV-Anlage?
Ja, auch ohne PV-Anlage kann sich eine Wärmepumpe lohnen. Allerdings ist es dann besonders wichtig, den Stromverbrauch zu optimieren und einen günstigen Stromtarif zu wählen. Spezielle Wärmepumpen-Tarife sind oft deutlich günstiger als normale Haushaltsstromtarife. Und auch bauliche Maßnahmen können helfen, den Verbrauch zu senken.
Die Stellschrauben
Andrea begann zu recherchieren und stieß auf verschiedene Möglichkeiten, den Stromverbrauch ihrer Wärmepumpe zu senken. Sie erfuhr, dass spezielle Heizstromtarife oft 20-25 % günstiger sind als Haushaltsstrom. Außerdem entdeckte sie, dass es intelligente Steuerungen gibt, die den Betrieb der Wärmepumpe an den aktuellen Strompreis anpassen können. Auch bauliche Maßnahmen wie eine bessere Dämmung der Heizungsrohre oder der Austausch alter Heizkörper können den Verbrauch reduzieren.
Ist ein Tarifwechsel nicht total kompliziert?
Der Wechsel zu einem speziellen Wärmepumpen-Tarif kann etwas aufwendiger sein als ein normaler Stromtarifwechsel, da oft ein separater Zähler erforderlich ist. Aber keine Sorge: Ihr Netzbetreiber oder ein Energieberater kann Ihnen dabei helfen. Und die Ersparnis macht den Aufwand in der Regel mehr als wett.
Andreas Weg zur Ersparnis
Andrea entschied sich, aktiv zu werden. Zuerst verglich sie verschiedene Heizstromtarife und wechselte zu einem Anbieter mit günstigeren Konditionen. Dadurch konnte sie ihre Stromkosten bereits um rund 300 Euro pro Jahr senken. Anschließend ließ sie eine intelligente Steuerung für ihre Wärmepumpe installieren, die den Betrieb an den aktuellen Strompreis anpasste. Das brachte eine weitere Ersparnis von etwa 100 Euro pro Jahr. Zusätzlich plante sie, nach und nach die Dämmung ihres Hauses zu verbessern, um den Heizbedarf langfristig zu reduzieren.
Unsicher bei der Umsetzung?
Die Schritte sind klar, aber du weißt nicht, wo anfangen? Der Assistent begleitet dich durch den Prozess.
Die Bilanz
Durch den Wechsel zu einem günstigeren Heizstromtarif und die Installation einer intelligenten Steuerung konnte Andrea ihre Stromkosten um rund 400 Euro pro Jahr senken. Auch ohne PV-Anlage war es ihr gelungen, die Wärmepumpe wirtschaftlicher zu betreiben und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten – ohne das Budget zu sprengen.